Evangelische Pfarrgemeinde Wolfsberg

Seit 17. Mai feiern wir wieder Gottesdienst in Gemeinschaft! 

Bei trockenem Wetter laden wir zu einem Freiluft-Gottesdienst vor der Kirche ein! 

Aber selbstverständlich können Sie auch bei Regenwetter kommen.

Die Begrenzung der Teilnehmer-Zahlen bei einem Gottesdienst ist gefallen. 

Bitte achten Sie auf einen angemessenen Sicherheitsabstand und bringen Sie Ihre MNS-Maske mit.

Weiter besteht die Option, die Gottesdienste auf Facebook live mitzufeiern. 

Den Gottesdienst zum Nachlesen finden sie selbstverständlich wie schon in den letzten Wochen weiter unten auf der Homepage.

Beginn: 9. 30 Uhr

Evangelische Kirche Wolfsberg auf einen Blick

Die evangelische Pfarrgemeinde Wolfsberg umfasst das gesamte Lavanttal. Die Gemeinde wurde 1859 als Filialgemeinde von Feldkirchen/Waiern gegründet. Seit 1934 ist sie selbständig. 
Die Kirche ist in den Jahren 1859 - 61 erbaut worden.
Heute bekennen sich im Lavanttal rund 600 Personen zur Evangelischen Kirche.

 

Was wir anbieten

Veränderung bewirken

Offene Kirchentür

DieTür unserer Kirche ist jeden Tag ab ca. 6 Uhr aufgesperrt. So kann der Raum von allen genutzt werden. 

  • um zur Ruhe zu kommen 

  • zum Atemholen 

  • für ein stilles Gebet 

  • .... 

(Foto: Lydia Feldkirchner)

Texte zum Pflücken

Wir haben für Sie Texte vorbereitet -zum Durchlesen, zum Nachdenken, zum Mitnehmen, zum Weitergeben. 

Gerade jetzt können Worte trösten und den Blick weiten. 

Auch der Gottesdienst zum Nachlesen liegt jede Woche neu in Papierform in der Kirche auf. 

Bitte kommen Sie herein und bedienen Sie sich! 

 

Ein Gottesdienst zum Nachlesen

Wir feiern den Gottesdienst in der Kirche und übertragen per live-stream auf Facebook.

Sie sind zum Mitfeiern eingeladen. Bitte folgen Sie dem Link:  

https://www.facebook.com/evangelische.kirche.5 

Seit 17. Mai sind wieder gemeinsame Gottesdienste möglich - wir feiern mit einem Freiluft-Gottesdienst.

Die Übertragung auf Facebook wird aber fortgesetzt. (live, Beginn 9.30 Uhr) 

Sie können  mich jederzeit telefonisch (04352 2218 oder 0699 18877290) oder per Mail kontaktieren (evang.wolfsberg@A1.net). 

Ihre Pfarrerin Renate Moshammer

Natürlich können Sie den Gottesdienst auch hier nachlesen: 

 

Orgel

 

Begrüßung Pfingsten, Totengedenken + Karin Wagger

 

7 Neues Heft – Atme in uns, Heiliger Geist

Ref.: Atme in uns, Heilger Geist, brenne in uns, Heiliger Geist,

wirke in uns, Heiliger Geist, Atem Gottes, komm!

 

1. Komm, du Geist, durchdringe uns. Komm, du Geist, kehr bei uns ein.

Komm, du Geist, belebe uns, wir ersehnen dich! Ref.

 

2. Komm, du Geist der Heiligkeit, komm, du Geist der Wahrheit!

Komm, du Geist der Liebe, wir ersehnen dich! Ref.

 

3. Komm, du Geist, mach du uns eins, klomm, du Geist, erfülle uns!

Komm, du Geist, und schaff uns neu, wir ersehnen dich! Ref.

 

97 Neues Heft – aus Psalm 118

Dies ist der Tag, den der HERR macht;

lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein.

O HERR, hilf!

O HERR, lass wohlgelingen!

Gelobt sei, der da kommt im Namen des HERRN!

Wir segnen euch vom Haus des HERRN.

Der HERR ist Gott, der uns erleuchtet.

Schmückt das Fest mit Maien

bis an die Hörner des Altars!

Du bist mein Gott, und ich danke dir;

mein Gott, ich will dich preisen.

Danket dem HERRN; denn er ist freundlich,

und seine Güte währet ewiglich.

Ehre sei dem Vater …

 

Kyrie

Barmherziger Gott, du hast uns den Himmel geöffnet.

Lass uns deine Gegenwart spüren, lass uns unter deinem geöffneten Himmel leben,

heute und jeden Tag.

Wir rufen zu dir: Herr, erbarme dich unser!

 

Gnadenwort

Worauf können wir vertrauen, wenn unsere Kräfte nicht reichen, wenn unsere Macht an ein Ende kommt? Der Prophet Sacharja erinnert seine Zeitgenossen und uns daran, dass uns eine Hilfe zugesagt ist. Aus seinen Erkenntnissen ist der heutige Wochenspruch entnommen, wo es heißt:
Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen,

spricht der Herr Zebaoth.                                                    Sach. 4, 6b                                                      

Ja, Gottes Geist durchbricht auch die Geistlosigkeit mancher unserer Tage.

Darum können wir einstimmen in das Loblied der Engel:
Ehre sei Gott in der Höhe!

 

Der Herr sei mit euch!

 

Tagesgebet/Kollekte

Gott, Heiliger Geist, wir preisen dich, dass du in unseren Herzen wohnst und uns zu Kindern Gottes machst. Wir bitten dich, lass uns deine Gegenwart erfahren und stärke uns im Vertrauen auf dich. Durch Jesus Christus, unseren Herrn und Bruder. Amen.

 

Orgel

 

Predigt zu Apg. 2, 1-21

Als das Pfingstfest kam, waren wieder alle, die zu Jesus hielten, versammelt. Plötzlich gab es ein mächtiges Rauschen, wie wenn ein Sturm vom Himmel herabweht. Das Rauschen erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren. Dann sahen sie etwas wie Feuer, das sich zerteilte, und auf jeden ließ sich eine Flammenzunge nieder. Alle wurden vom Geist Gottes erfüllt und begannen in anderen Sprachen zu reden, jeder und jede, wie es ihnen der Geist Gottes eingab. Nun lebten in Jerusalem fromme Juden aus aller Welt, die sich hier niedergelassen hatten. Als sie das mächtige Rauschen hörten, strömten sie alle zusammen. Sie waren ganz verwirrt, denn jeder hörte die Versammelten, die Apostel und die anderen, in seiner eigenen Sprache reden. Außer sich vor Staunen riefen sie: „Die Leute, die da reden, sind doch alle aus Galiläa! Wie kommt es, dass jeder von uns sie in seiner Muttersprache reden hört? Wir kommen aus Persien, Medien und Elam, aus Mesopotamien, aus Judäa und Kappadozien, aus Pontus und aus der Provinz Asien, aus Phrygien und Pamphylien, aus Ägypten, aus der Gegend von Zyrene in Libyen und sogar aus Rom. Wir sind geborene Juden und Fremde, die sich der jüdischen Gemeinde angeschlossen haben, Insel- und Wüstenbewohner. Und wir alle hören sie in unserer eigenen Sprache die großen Taten Gottes verkünden!“ Erstaunt und ratlos fragten sie einander, was das bedeuten solle. Andere machten sich darüber lustig und meinten: »Die Leute sind doch betrunken!“

 

Da stand Petrus auf und die elf anderen Apostel mit ihm, und er rief laut: „Ihr Juden aus aller Welt und alle Bewohner Jerusalems! Lasst euch erklären, was hier vorgeht; hört mich an! Die Leute hier sind nicht betrunken, wie ihr meint; es ist ja erst neun Uhr früh. Nein, hier geschieht, was Gott durch den Propheten Joël angekündigt hat: ›Wenn die letzte Zeit anbricht, sagt Gott, dann gieße ich über alle Menschen meinen Geist aus. Männer und Frauen in Israel werden dann zu Propheten. Junge Leute haben Visionen und die Alten prophetische Träume. Über alle, die mir dienen, Männer und Frauen, gieße ich zu jener Zeit meinen Geist aus und sie werden als Propheten reden. Danach lasse ich erschreckende Zeichen erscheinen, unten auf der Erde und droben am Himmel: Menschen liegen erschlagen in ihrem Blut, Flammen und Rauchwolken steigen auf; die Sonne verfinstert sich und der Mond wird blutrot. So kündigt sich der große Tag des Herrn an, dem niemand entrinnen kann. Wer sich dann zum Herrn bekennt und seinen Namen anruft, wird gerettet.‹“

 

Ich mag diese Geschichte.

Auch wenn Pfingsten als Fest natürlich darunter leidet, dass es wenig Brauchtum und keine Geschenke gibt, auch wenn der Heilige Geist so gar nicht anschaulich ist. – Die Pfingstgeschichte finde ich wunderbar.

Sie ist die Gegengeschichte zur Geschichte vom Turmbau zu Babel. Dort wird erzählt, wie Menschen in ihrem Wunsch, ihre Größe zur Schau zu stellen, einen Turm bis in den Himmel bauen wollen. Gott verwirrt daraufhin ihre Sprachen, sodass sie einander nicht mehr verstehen können. Der Name „Babel“ wird darauf zurückgeführt: die Sprache der Menschen wird füreinander zum unverständlichen Gebrabbel. Menschen vereinzeln und vereinsamen.

So ist es, wenn Menschen einander nicht mehr verstehen können.

 

Die Apostelgeschichte zeichnet ein Gegenbild. Menschen aus der ganzen damals bekannten Welt sind in Jerusalem, um das Wochenfest, 50 Tage nach Pesach, zu feiern.

 Petrus, ein einfacher Fischer aus Galiläa, erzählt von seinem Glauben an Jesus und wird verstanden. Er spricht direkt zum Herzen von so vielen Menschen, dass sich 3.000 Menschen an diesem Tag taufen lassen.

 

„Wie ist das möglich?“, frage ich mich und sehe mich dabei in guter Gesellschaft.

„Was will das werden?“, fragen die einen, die das Ganze in Jerusalem miterleben.

Andere bleiben skeptisch. Sie können sich dieses Ereignis nur damit erklären, dass die Jünger wohl zu tief ins Glas geschaut haben. Wie ist das möglich, dass aus verunsicherten und vereinzelten Menschen eine Gemeinschaft wird, die zusammensteht und die andere begeistert

und damit ansteckt, dass sie Feuer und Flamme sind?

 

Die Apostelgeschichte gibt eine eindeutige und einfache Antwort: Gott kommt.

Überraschend und überwältigend.

 

Aber kommt er wirklich? Oder, anders gefragt: Ist er gekommen, um zu bleiben? –

Oder reiht sich diese Geschichte ein bei den vielen, die mit den Worten beginnen „Es war einmal…“     

Pfingsten 2020?

Abgesehen davon, dass mir noch nie passiert ist, dass nach einer Predigt auch nur ein Mensch

zu mir gekommen wäre und um die Taufe gebeten hätte – ist Gott hier?

Als vereinende, versöhnende Kraft?

 

Eher erlebe ich es, dass wir nicht nur kirchlich sondern auch gesellschaftlich sehr zersplittert sind. Dass Familien zerbrechen und sich Partner nichts mehr zu sagen haben. Die Jugend? Die spricht eh eine ganz andere Sprache. Turmbau von Babel live.

Und fühlen wir uns nicht sogar wohl in unseren Grüppchen und Zirkeln? Sagen wir nicht mit dem Brustton der Überzeugung: „Also mit denen –, mit denen kann ich wirklich nicht!“

Mit denen – mit den Katholiken oder den Evangelikalen, mit den Moslems oder mit den Atheisten (die ja in Österreich die Anerkennung als Religionsgemeinschaft anstreben).

Mit denen aus der Stadt – mit denen aus Wien! Mit den Klimaschützern und Ökos, mit den Erfolgsmenschen und Leistungsfanatikern, mit den …

 

Ich könnte die Liste sicher noch lang fortsetzen – und würde damit die These untermauern,

dass Pfingsten heute nicht möglich ist. Vor 2000 Jahren mag ja Gottes Geist geweht

und die Gemeinschaft der Christen, die Kirche, entstanden sein. Aber heute? 

Sperr ma zu, geh ma ham.

Oder erzählen wir die Geschichte weiter? Als Hoffnungsgeschichte für uns, für diese Welt?

Als Geschichte der Sehnsucht. Wissend, dass vieles noch aussteht. Dass das Scheitern unser Leben und unser Christ-Sein begleitet – aber eben auch Gottes Geist.

Und dass wir deshalb aufstehen und neu beginnen können – und Gottes Freundlichkeit mitten im Leben feiern.

So, wie Susanne Niemeyer in ihrem Buch „100 Experimente mit Gott“ unter der Überschrift

Beim Scheitern zu sagen schreibt:

 

Ich glaube an den Morgen

der jeden Tag zu einer neuen Chance macht

obwohl alle Erfahrung dagegen spricht.

 

Ich glaube an den Schlaf

der behutsam zudeckt

was nicht gelungen war.

 

Ich glaube an die Kraft aller Anfänge

auch wenn mein kleines Herz mutlos ist.

 

Ich glaube an jenen freundlichen Blick

der mich jeden Tag von neuem ansieht

und nicht aufhört an mich zu glauben.

 

Pfingsten – das ist das Fest, das uns einlädt, Gottes Freundlichkeit zu vertrauen und uns überraschen zu lassen, weil alles anders werden kann und wir neu beginnen dürfen.

Auch heute noch. Amen.

 

Glaubensbekenntnis

 

Orgel

 

Fürbitten

Lebendiger Gott, Heiliger Geist, wir danken dir, dass du uns ins Leben rufst

und in Bewegung bringst. Lehre uns, die Sprache der Liebe zu sprechen und unsere Hände zu öffnen für das, was du uns schenkst.

 

Gott, Heiliger Geist, du Tröster.

Manchmal werden wir herausgerissen aus dem Alltag und dem Glauben, dass eh alles irgendwie weitergeht.

Krankheit und Tod zeigen uns oft auf schmerzliche Weise unsere Grenzen auf.

Dann brauchen wir dich besonders, weil sonst nirgends Trost ist.

Wir bitten dich um deinen Trost für alle, die um Frau Karin Wagger trauern. Sei ihnen nahe.

Hilf ihnen zu trauern und Abschied zu nehmen.

Dir vertrauen wir Frau Wagger an.

Halte sie in deiner Hand und lass sie Ruhe und Frieden finden bei dir.

 

Gott, Heiliger Geist, wir bitten dich für Kranke und Sterbende.

Für Hoffnungslose und Verzweifelte. Für Menschen, die unter Menschen leiden.

Schenke deinen Trost und deine Nähe.

 

Gott, Heiliger Geist, Geist des Trostes; wir bitten dich, gib Geistesgegenwart, wo wir Entscheidungen zu treffen und zu verantworten haben. Wehre Geistlosigkeit und Einfallslosigkeit. Schenke es, dass wir das lange Bewährte, das Vertraute und das Gewohnte prüfen – und wenn es sein muss, verlassen, und ins Leben aufbrechen.

 

Stille

 

Als Vater unser:

9 Neues Heft – Bist zu uns wie ein Vater

1. Bist zu uns wie ein Vater, der sein Kind nie vergisst.

Der trotz all seiner Größe immer ansprechbar ist.

 

2. Deine Herrschaft soll kommen, das was du willst, geschehn.

Auf der Erde, im Himmel sollen alle es sehn.

 

Ref.: Vater, unser Vater, alle Ehre deinem Namen.

Vater, unser Vater, bis ans Ende der Zeiten. Amen.

 

3. Gib uns das, was wir brauchen, gib uns heut unser Brot.

Und vergib uns den Aufstand gegen dich und dein Gebot.

 

4. Lehre uns zu vergeben, so wie du uns vergibst.

Lass uns treu zu dir stehen, so wie du immer liebst. – Ref.

 

5. Nimm Gedanken des Zweifels und der Anfechtung fort.

Mach uns frei von dem Bösen durch dein mächtiges Wort.

 

6. Deine Macht hat kein Ende, wir vertrauen darauf.

Bist ein herrlicher Herrscher und dein Reich hört nicht auf. – Ref.

 

Segen

Der Herr segne uns und behüte uns.

Der Herr lasse sein Angesicht über uns leuchten und sei uns gnädig.

Der Herr hebe sein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden. Amen.

 

Die Gnade unsres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes

und die Gemeinschaft des Heil´gen Geistes sie mit uns allen, mit uns allen. Amen.

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Pfiongstwoche und Kraft und Gottes belebenden und bewegenden Geist! 

Ihre Pfarrerin Renate Moshammer

 
 

Engagieren Sie sich, helfen Sie mit! 

Die Diakonie hat ein #TeamHoffnugsträger gegründet und bittet um Ihre Zeit! 

Mehr Infos: https://diakonie.at/coronavirus-so-kannst-du-helfen

#Teamhoffnungsträger

Corona-Hilfsfonds

Die Diakonie hat darüber hinaus auch einen Hilfsfonds eingerichtet, den Sie mit Ihrer Spende unterstützen können:  

IBAN: AT07 2011 1800 8048 8500
BIC: GIBAATWWXXX
Zweck: Corona Hilfsfonds

Onlinespenden: https://diakonie.at/coronavirus-hilfsfonds

Über das Pfarramt können Sie auch immer wieder neue Informationen erhalten. 

Unsere Gottesdienste und Veranstaltungen 
sind auf Grund der Corona-Krise alle abgesagt. Wenn wieder "Normalzustand" eingetreten ist,
gelten folgende Zeiten:

Wir feiern Gottesdienst

sonntags, um 9.30 Uhr. 
Am 1. Sonntag im Monat feiern wir einen Abendmahlsgottesdienst. 
Im Anschluss daran sind alle herzlich zu Kaffee und Kuchen im Gemeindesaal willkommen. 
Am letzten Sonntag im Monat findet kein Gottesdienst statt.

Bibelkreis

Jeden Mittwoch (außer am 1. Mittwoch im Monat) treffen wir uns im Evangelischen Gemeindehaus. Wir lesen den Predigttext für den darauffolgenden Sonntag und überlegen gemeinsam, was diese Worte für uns heute bedeuten.

 

Taizé-Gebet

Zur Ruhe kommen, Stille erfahren, gemeinsam die Woche beschließen mit meditativen Texten und Gesängen: 
jeweils
am 3. Freitag im Monat,
um 18.30 Uhr

Ein Gebetsvorschlag in einer Zeit, in der wir uns nicht in der Kirche treffen können: 

Aus Psalm 69 (Wochenpsalm zur Karwoche)

Hilf mir, Gott! Die Flut geht mir bis an die Kehle!

Ich versinke im brodelnden Schlamm, meine Füße finden keinen Halt.

Ich treibe ab in tiefes Wasser, die Strömung reißt mich mit sich fort!

Bis zur Erschöpfung habe ich geschrien,

meine Kehle ist davon ganz entzündet.

Meine Augen sind müde geworden vom Ausschauen nach dir, meinem Gott!

Weil ich zu dir gehöre, werde ich geschmäht,

für dich erleide ich Schimpf und Schande.

Meinen Verwandten bin ich ein Fremder geworden,

selbst meine Geschwister kennen mich nicht mehr.

Die Liebe zu deinem Haus – sie verzehrt mich wie ein Feuer.

Die Schmähungen, mit denen man dich lästert, sie treffen mich.

Doch ich bete zu dir, Herr! Hilf mir in der Stunde, die du bestimmst! Du bist so reich an Güte, darum erhöre mich!

Du bist doch der Retter, auf den Verlass ist.

Ich habe auf Mitgefühl gewartet, doch niemand hat es mir erwiesen. Ich habe einen gesucht, der mich tröstet,

und keinen Einzigen gefunden.

Statt Nahrung haben sie mir Gift gereicht,

mir Essig angeboten, um meinen Durst zu löschen.

Ich selbst bin arm und von Schmerzen geplagt;

durch deine Hilfe, Gott, bring mich in Sicherheit!  

 

Jesesaja 50, 4-9

Gott, der HERR, hat meine Zunge in seinen Dienst genommen, er zeigt mir immer neu, was ich sagen soll, um die Müden zu ermutigen. Jeden Morgen lässt er mich aufwachen mit dem Verlangen, ihn zu hören. Begierig horche ich auf das, was er mir zu sagen hat. Er hat mir das Ohr geöffnet und mich bereitgemacht, auf ihn zu hören. Ich habe mich nicht gesträubt und bin vor keinem Auftrag zurückgescheut. Ich habe meinen Rücken hingehalten, wenn sie mich schlugen, und mein Kinn, wenn sie mir die Barthaare ausrissen. Ich habe mich von ihnen beschimpfen lassen und mein Gesicht nicht bedeckt, wenn sie mich anspuckten. Sie meinen, ich hätte damit mein Unrecht eingestanden; aber der Herr, der mächtige Gott, steht auf meiner Seite. Deshalb mache ich mein Gesicht hart wie einen Kieselstein und halte alles aus. Ich weiß, dass ich nicht unterliegen werde. Ich habe einen Helfer, der meine Unschuld beweisen wird; er ist schon unterwegs. Wer wagt es, mich anzuklagen? Er soll mit mir vor den Richter treten! Wer will etwas gegen mich vorbringen? Er soll kommen! Der Herr, der mächtige Gott, tritt für mich ein. Wer will mich da verurteilen? Alle, die mich beschuldigen, müssen umkommen; sie zerfallen wie ein Kleid, das von Motten zerfressen ist.

 

Gedanken

Gott des Friedens, Freude des Evangeliums willst du in uns legen.

Sie ist da ganz nahe, neu entfacht durch deinen Blick, der voll Vertrauen auf unserem Leben ruht.                  (Frère Roger, Taizé)

 

Lobpreis

Herr Jesus Christus, zu wem sollen wir gehen?

Du hast Worte des ewigen Lebens.

Dein Wort sei uns Licht auf dem Weg.  

Christus, du sagst zu uns: Ihr seid das Salz der Erde.

Christus, du sagst zu uns: Liebt eure Feinde.

Christus, du sagst zu uns: Tut denen Gutes, die euch hassen.

Christus, du sagst zu uns: Seid barmherzig.

Christus, du sagst zu uns: Betet, bittet, sucht und ihr werden finden.

Christus, du sagst zu uns: Sucht zuerst das Reich Gottes.

 

Vater unser

Vater unser im Himmel.

Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.

 

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

 

Denn dein ist das Reich und die Kraft

und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

 

Segensgebet

Segne uns, Christus,

du erfüllst uns mit Frische des Evangeliums,

sodass das Vertrauen des Herzens aller Dinge Anfang ist.

 

Monatsspruch Mai: 

Dient einander als gute Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes, jeder mit der Gabe, die er empfangen hat!

1. Petr. 4, 10

 

Evangelische Kirche Wolfsberg

Pfarrerin Renate Moshammer,
St. Michaeler Straße 17, 9400 Wolfsberg

04352 2218 oder 0699 18877290 

Facebook: https://www.facebook.com/evangelische.kirche.5 

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Aktuelles

 

Du warst bei mir, aber ich war nicht bei dir. Du hast gerufen und geschrien und meine Taubheit durchbrochen; du hast geblitzt und gestrahlt und meine Blindheit verscheucht; du hast deinen Duft verbreitet, und ich sog den Hauch ein und seufzte nach dir; du hast mich berührt, und ich brenne nach deinem Frieden.  

Augustinus (Bischof von Hippo, 354 – 430) 

(Bild: Abendstimmung am Wörthersee, Lydia Feldkirchner)

04352 2218 oder 0699 18877290

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